Bewerbungstipps: Der Lebenslauf

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Weiter geht’s mit der Miniserie „Bewerbungstipps“. Nachdem ich dir beim letzten Mal Tipps für das perfekte Anschreiben gegeben habe, widmet sich dieser Artikel dem zweiten wichtigen Teil jeder Bewerbung – dem Lebenslauf.

Warum brauche ich einen Lebenslauf?

Der Lebenslauf erfüllt die Funktion deinem potentiellen Arbeitgeber einen Eindruck darüber zu geben, was du bisher in deinem Leben sowohl beruflich als auch privat geleistet hast. In diesem Teil der Bewerbung läufst du sinnbildlich noch einmal die wichtigsten Stationen deines Lebens ab.

Ist das Anschreiben noch stark auf die konkrete Stellenanzeige zugeschnitten, kannst du den Lebenslauf durchaus öfter verwenden, da er viel allgemeiner gehalten ist. Solltest du mit deinem Anschreiben Interesse an deiner Person geweckt haben, schaut sich der Leser als nächstes deinen Lebenslauf an, um ein genaueres Bild von dir zu bekommen.

Wie sollte ein Lebenslauf „aussehen“?

Das Layout deines Lebenslaufes ist deutlich freier, als das des Anschreibens. Du kannst hier mehr mit dem Design spielen und dich (im sinnvollen Rahmen) kreativ verwirklichen. Was du dabei jedoch immer bedenken solltest ist, dass der Inhalt gut leserlich ist und du den Lebenslauf nicht mit Informationen überlädst, die dein Publikum nicht interessiert.

Im Normalfall sollte der Lebenslauf daher auch nicht länger als 2 DIN-A4 Seiten sein. Eine Ausnahme bilden Bewerbungen im wissenschaftlichen Bereich, bei denen Bewerber oftmals ihre gesammelten Publikationen auflisten müssen und daher über die 2-Seiten-Grenze kommen. Eine Möglichkeit das Layout zu gestalten, siehst du hier:

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Der Inhalt – Persönliche Daten

Meine Empfehlung ist, dass du als Überschrift für deinen Lebenslauf deinen vollen Namen nutzt. Früher hat man Lebensläufe häufig mit „Lebenslauf“ oder „Curriculum Vitae“ überschrieben. Allerdings ist dies mittlerweile veraltet. Der Leser weiß sowieso, was für ein Dokument er gerade liest und dein Name in fetten Großbuchstaben bleibt ihm eher im Gedächtnis, als ein unpersönliches „Lebenslauf“ oder „Curriculum Vitae“.

Unter die Überschrift kommen dann ein paar grundsätzliche Informationen zu deiner Person (Geburtsdatum, Geburtsort, wenn erforderlich steht hier auch die Staatsangehörigkeit) sowie deine Adresse und Kontaktdaten. Achtung: diese sollten nicht von denen im Anschreiben angegebenen abweichen.

Teilweise sieht man an dieser Stelle auch heutzutage immer noch Angaben zum Familienstand, zu den Eltern oder zur Anzahl der Geschwister. Dies ist veraltet und wirkt etwas skurril. Wenn du von diesen drei Punkten unbedingt etwas in deinem Lebenslauf haben möchtet, dann würde ich maximal noch den Familienstand hinein nehmen. Auf gar keinen Fall gehören an diese Stelle deine religiösen oder weltpolitischen Ansichten.

Der Inhalt – Das Bewerbungsfoto

Als Nächstes kommen wir zu einem gerade in den letzten Jahren heiß diskutierten Punkt: Bewerbungsfoto – ja oder nein?

Das Bewerbungsfoto ist in gewisser Hinsicht für viele Menschen ein sogenannter „Hygienefaktor“. Das bedeutet, dass ein schlechtes Bewerbungsfoto mit Sicherheit für eine hohe Unzufriedenheit beim Leser sorgen wird und dich ziemlich sicher aus dem Bewerbungsverfahren kickt. Ein schönes Foto hingegen sorgt nicht automatisch dafür, dass du eingeladen wirst. Es hilft allerdings dabei beim Leser einen „persönlicheren“ Eindruck zu hinterlassen.

Wenn du dich dafür entscheidest ein Bewerbungsfoto in deinen Lebenslauf aufzunehmen, dann sollte dies das bestmögliche Bewerbungsfoto sein, was du zur Verfügung hast. Ein sympathisches Foto hinterlässt bei den meisten Lesern unterbewusst einen guten Eindruck, auch wenn sie sich vornehmen nicht nach dem Äußeren zu urteilen.

Ich werde in den nächsten Wochen noch einen kurzen Blogpost zum Thema Bewerbungsfotos veröffentlichen (Pro & Contra und worauf du bei der Erstellung achten solltest)

Der Inhalt – Stationen deines Lebens

Nachdem nun der „Kopf“ des Lebenslaufes fertig gestellt ist, kannst du dich dem weiteren Inhalt widmen. Du solltest hierbei die verschiedenen Stationen deines Lebens thematisch ordnen und innerhalb der Kategorien die Stationen so auflisten, dass die jeweils aktuellsten Sachen oben stehen (umgekehrte Chronologie). Als Kategorien bieten sich beispielsweise an:

  • Bildungsweg
  • Beruflicher Werdegang
  • Zusatzqualifikationen
  • Hobbies

Je nachdem an welchem Punkt du in deinem Leben stehst, kannst du entweder den Bildungsweg oder den beruflichen Werdegang als Erstes anordnen. Für jemanden, der gerade am Anfang der Karriere steht und der noch über wenig berufliche Erfahrung verfügt, bietet es sich beispielsweise an, den Bildungsweg als ersten Punkt aufzunehmen.

Unter die „Kategorie Bildungsweg“ fallen deine schulischen Abschlüsse (Abitur, Real- oder Hauptschulabschluss) und sämtliche Hochschulabschlüsse (Bachelor, Master, Diplom, Doktor etc.), die du erworben hast. Wenn du dort gute Noten erreicht oder besondere Auszeichnungen für deine schulischen oder akademischen Leistungen bekommen hast, würde ich diese auch direkt im Lebenslauf erwähnen.

Bitte erwähne in dieser Kategorie nicht deine Grundschule oder noch schlimmer den Kindergarten. Leider habe ich dies schon oft gesehen und glaubt mir, das interessiert wirklich niemanden. 😀

In der Kategorie „Beruflicher Werdegang“ empfiehlt es sich bei den jeweiligen Stationen noch ein paar Stichpunkte dazu zu schreiben, was du dort gemacht hast. Insbesondere kannst du hier auf deine Aufgabengebiete, Führungsverantwortung etc. eingehen. So kann sich der Leser besser vorstellen, womit du die letzten Jahre deines Lebens verbracht hast.

Unter der Kategorie Zusatzqualifikationen kannst du z.B. deine Sprachkenntnisse, Softwareskills oder andere relevante Qualifikationen auflisten. In der Kategorie Hobbies ist es für den Leser sympathisch, wenn dort ein paar „gesellschaftsfähige“ Hobbies aufgeführt sind, die zeigen, dass du kein soziophober Stubenhocker bist. Hobbies à la Playstation spielen & Youtube Videos gucken, sind damit selbstverständlich nicht gemeint (auch wenn es durchaus Spaß macht).

Der Abschluss

Zum Abschluss des Lebenslaufes kannst du noch Referenzen aufnehmen, sofern du dies für sinnvoll erachtest. Unter Referenzen werden Personen aufgelistet, die vom potentiellen Arbeitgeber bei Fragen zu deiner Person angerufen werden können. Klärt dies aber vorher unbedingt mit diesen Personen ab und seid euch sicher, dass diese ein gutes Wort für euch einlegen würden. Referenzen zu haben ist allerdings kein Muss!

Genau wie das Anschreiben sollte auch der Lebenslauf von euch handschriftlich unterschrieben werden. Dies wirkt persönlich und verbindlich.

Mit diesen Tipps solltest du in der Lage sein, einen ansprechenden Lebenslauf zu gestalten. Zusammen mit deinem Anschreiben ist dies die Visitenkarte, die du bei deinem gewünschten Arbeitgeber hinterlässt. Arbeit und Zeit in diese zu stecken, lohnt sich in jedem Fall!

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Noch ein Hinweis zum Schluss: Selbstverständlich müsst ihr alle im Lebenslauf aufgeführten Angaben mit Zeugnissen / Zertifikaten belegen können.

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