Warum ich Laufen liebe & hasse…

Eigentlich habe ich die Hälfte meines Lebens damit verbracht Laufen zu hassen. Zum einen fand ich es übermäßig anstrengend und während ich schon nach fünf Minuten nach Luft gerungen habe, hat es mich gleichzeitig unglaublich gelangweilt. Ich fand es unbegreiflich, wie man sich freiwillig zu Wettkämpfen anmelden konnte und für mich war klar, dass ich diesem Sport in meinem Leben keinen Raum geben möchte. Ich kann schon mal vorweg nehmen, dass sich meine Einstellung grundlegend verändert hat…

Aller Anfang ist schwer…

Als ich mit Anfang 20 mal wieder auf irgendeinem Diättrip war, habe ich beschlossen, dass ich laufen muss, um mehr Kalorien zu verbrennen. Um meine nicht vorhandene Kondition beim Laufen aufzubauen, habe ich bei meinen regelmäßigen Fitnessstudiobesuchen am Anfang eine Laufeinheit eingebaut. Zu Beginn habe ich versucht 10-15 Minuten in einem Tempo durchzuhalten (für mich der Horror!). Um noch länger laufen zu können, bin ich auf ein Intervalltraining umgestiegen. Hier bin ich immer mindestens 10 Minuten in einer Geschwindigkeit durchgelaufen, bin dann 1-2 Minuten gesprintet und 2 Minuten gewalkt. Dies habe ich wiederholt bis ich 20-30 Minuten mit dieser Technik erreicht hatte. Während des Laufens konnte ich es übrigens kaum erwarten endlich fertig zu sein und mit dem Krafttraining zu beginnen 😉 Meine Beziehung zum Laufen hat der Satz „Wer schön sein will, muss leiden“ zu diesem Zeitpunkt am Besten beschrieben.

Mit der Zeit wurde die Laufeinheit vor dem Krafttraining zur Gewohnheit und somit zum festem Bestandteil meines Trainings. Ich habe besser durchgehalten und erstmalig „Spaß“ beim Laufen empfunden. Zu diesem Zeitpunkt lernte ich das Laufen auch als sehr gute Möglichkeit kennen, Stress und Ärger abzubauen. Wenn ich mal einen richtig schlechten Tag hatte, konnte ich meinen Ärger wortwörtlich „rauslaufen“. Das mache ich auch heute noch und es gibt für mich außer Schwimmen keinen Sport, wo ich mich so frei und ungezwungen fühle, wie beim Laufen.

Mein erster Wettkampf

Als wir unser Studium beendet hatten und schließlich nach Frankfurt gezogen sind, waren wir erst einmal ohne Fitnessstudio. Da die Suche danach aufgrund der großen Auswahl sehr lange gedauert hat, bin ich in der Zwischenzeit ab und zu laufen gegangen, um mich neben der Arbeit zu bewegen.

Dann habe ich mich hier bei einem Firmenlauf angemeldet. Mein erster „Wettkampf“ (ich erinnere an den Beginn dieses Blogposts…). Wer solche großen Eventläufe kennt, weiß, dass es nicht besonders einfach ist mit so einer Masse an Menschen mit einer guten Zeit ins Ziel einzulaufen und er weiß auch, dass 90% der Teilnehmer hier zum Spaß laufen (oder gehen) und nicht, um zu „gewinnen“.

Aber mir war das egal. Ich hatte ein Ziel. Für mich bedeutete die Anmeldung, dass ich jetzt einen Grund mehr hatte regelmäßig laufen zu gehen: ich wollte die Distanz in einer annehmbaren Zeit schaffen, ohne zwischenzeitlich zu kollabieren!

Rückblickend würde ich sagen, dass dieser Firmenlauf der Grund war, warum ich regelmäßig in der Natur laufen gegangen bin und es auch heute noch tue. Unabhängig davon, ob es bei diesem Lauf auf Leistung oder Spaß ankommt, war es doch der eigentliche Anlass für mich den Schweinehund regelmäßig zu überwinden und zu trainieren. Nach dem Event bin ich dann einfach weiter gelaufen.

Am Anfang war es noch sehr anstrengend, aber ich habe innerhalb kürzester Zeit gute Fortschritte gemacht und bin immer besser geworden. Gerade die Fortschritte am Anfang haben mich motiviert weiter zu machen. Außerdem ist es viel einfacher nach einem langen Tag nach Hause zu kommen und noch schnell in die Laufschuhe zu schlüpfen, als mit großem Aufwand ins Fitnessstudio zu fahren. Laufen kann man immer und überall! Und das Tollste: man ist an der frischen Luft.

Equipment

Zu Beginn habe ich meine Läufe immer mit der Nike Running App (jetzt Nike Running Club) getrackt. Da ich aber gesundheitsbewusst laufen möchte und mich ein Brustgürtel stört, habe ich mir nach sehr langer Recherche die TomTom Runner Cardio Pulsuhr gekauft. Diese misst den Puls direkt am Handgelenk, eine Technologie, die laut Tests genauso genau ist, wie die Pulsmessung mit Brustgurt. Wenn euch ein kleiner Testbericht zu der Uhr (und der neuen Version) interessiert, schreibt mir das doch bitte in die Kommentare 🙂

Höhen und Tiefen

Nachdem ich gut im Training war und auch in der Wintersaison gelaufen bin, habe ich mich leider kurz vor meinem 2. Firmenlauf am Fuß verletzt. Dort konnte ich so natürlich nicht teilnehmen und auch mein Training musste ich für mehrere Monate aussetzen. Als ich dann langsam wieder anfing, musste ich sehr viel langsamer und weniger Distanz laufen. Ich hatte an Kondition verloren und meine kurzen Läufe haben auch nicht gerade zu einer Verbesserung beigetragen. Dann kam der Winter und ich habe mich nur noch 1x im Monat aufraffen können.

Seit Anfang 2017 bin ich nun wieder dran. Die Verletzung ist ausgeheilt und ich habe 3 neue Ziele, die mich motivieren wieder regelmäßig zu trainieren: ich werde wieder an dem Firmenlauf teilnehmen (der für mich dieses Jahr tatsächlich auch nur „Spaß“ ist) und außerdem noch an einem anderen Laufevent.

Mein größtes Projekt dieses Jahr ist allerdings ein Triathlon. Über meine Erwartungen, Ängste und mein Training möchte ich euch gerne in folgenden Blogposts auf dem Laufenden halten!

Vielleicht gibt es ja unter euch auch Leute, die wie ich früher, Laufen hassen. Ich würde mich freuen, wenn mein Blogpost euch vielleicht dazu motiviert, es doch noch einmal auszuprobieren.

Laufen hat wirklich so viele positive Nebeneffekte! Ihr seid an der frischen Luft, ihr könnt immer und überall laufen, Laufen verbrennt eine Menge an Kalorien und ist somit eine super Art und Weise fit zu werden und Laufen baut enorm gut Ärger und Stress ab.

Also, worauf wartet ihr? Just do it!

M

2 Kommentare zu „Warum ich Laufen liebe & hasse…

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